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Wallfahrtskirche Götzens
St. Peter und St. Paul

ist eine Rokoko-Kirche aus dem 18. Jahrhundert mit aufwändigen Malereien und Stukkaturen, hervorragender Akustik, die bei Konzerten Besucher wie Künstler begeistert. In der Pfarrkirche befindet sich auch die letzte Ruhestätte des Märtyrerpfarrers Otto Neururer.

Besonderheiten:

Weihnachtskrippe
Eine besondere Sehenswürdigkeit ist die Weihnachtskrippe, die nicht nur wegen ihrer außergewöhnlichen Größe, sondern auch wegen ihrer hohen künstlerischen Qualität ausgesprochenen Seltenheitswert besitzt. Die prächtig gekleidete Weihnachskrippe stammt aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts und ist noch ganz den barocken Aufstellungsschemata in der Art zeremonieller Abschlussbilder der Barockoper verpflichtet. Der riesige dreiteilige Krippenhintergrund wurde von Georg Haller (1772-1838) gemalt, die prachtvollen, ca. 50 cm hohen Figuren wurden in Kollektivarbeit von heimischen Künstlern hergestellt.
Tatsächlich wurde die Krippe wesentlich in Götzens selbst bzw. der näheren Umgebung gefertigt. Puppenmacher, Wachsbossierer, Schneider, Sticker, Schnitzer, Faßmaler, Posamentierer, Hut- und Perückenmacher, Tischler, Drechsler, Hintergrundmaler wirkten zusammen.
Die Krippe zählt zu den prächtigsten und künstlerisch wertvollsten im Lande.

Die Götzner Fastenkrippe, die vom Aschermittwoch bis zum Karsamstag in der Pfarrkirche - ebenfalls an der Westmauer, so wie die Weihnachtskrippe - aufgestellt wird, ist nicht weniger bekannt als die berühmte Weihnachtskrippe. Sie wird an drei Seiten von einer hohen Landschaft umschlossen und zeigt auf dem vom Götzner Wagnermeister Franz Eigentler gebauten Krippenberg in 31 Darstellungen figurenreich und theatralisch das Leiden des Herrn mit vielen Nebenszenen.
Die über 200 handbemalten, technisch fein gearbeiteten Papierfiguren im Stil des Barock sind von großer künstlerischer Qualität und stammen von Georg Hallen (um 1800).

Heiliges Ostergrab mit leuchtenden Grabkugeln
aus Glas ist jedes Jahr in der Zeit von Gründonnerstag bis einschließlich Ostermontag zu sehen und kann täglich bis 18.00 Uhr besichtigt werden.

Weihnachtskrippe
Märtyrerpfarrer Otto Neururer

Im Jahr seiner Seligsprechung, 1996, wurde zu Ehren des Seligen die Urne mir seiner Asche in den neuen Volksaltar gesetzt, zum äußeren Zeichen und zur Erinnerung an einen außergewöhnlichen Menschen.

Otto Neururer, geboren am 25. März 1882 in Piller, war von 1932 bis 1938 Pfarrer in Götzens bei Innsbruck. Zeitgenossen schildern ihn als bescheidenen Menschen, der politische Konfrontationen mied, der aber mit kritischem Weitblick die kirchenfeindliche ideologie des Regimes erkannte. Als 1938 ein Mädchen seiner Pfarrgemeinde einen geschiedenen SA-Mann heiraten wollte, riet Neururer als gewissenhafter Seelsorger von dieser Verbindung ab. Der abgewiesene Mann rächte sich an Pfarrer Neururer mit einer Anzeige bei der Gestapo. Neururer wurde verhaftet und letztendlich ins KZ Buchenwald gebracht, wo er trotz Verbotes seinen priesterlichen Pflichten nachkam und vielen Inhaftierten Trost, Hilfe, Kraft, Halt und Stärke vermitteln konnte.
Die seelsorgerische Tätigkeit brachte ihn in den gefürchteten "Bunker", wo er am 30. Mai 1940 auf grausame Weise hingerichtet wurde. Die Urne mit seiner Asche wurde Ende Juni 1940 nach Götzens gesandt und hier beigesetzt. 



Cultura Sacra in der Wallfahrtskirche

Samstag, 26. September 20.00 Uhr    HERBSTKONZERT  - Fest für Haydn
"Die Jahreszeiten" - Auszüge aus dem Oratorium
Solisten, Chor Fresco Vocalis und Chor der LMS westl. Mittelgebirge, Projekt in Zusammenarbeit mit den Lehrern der Landesmusikschule, Leitung: Wolfgang Schnirzer

Samstag, 17. Oktober, 20.00 Uhr zum Mendelssohn-Jubiläum
Bach—Mendelssohn—Reger
A-cappella-Konzert des Kammerchores CANTAMUS Dresden, Ltg: Stefan Vanselow 

Advent der Stille
Dienstag, 8. Dezember, 17.00 Uhr,
  MENSCH MARIA
Johann Sebastian Bach: "Magnificat", "Nun komm der Heiden Heiland"
Solisten: Markus Forster u.a., Trompetenconsort Innsbruck, Konzertchor und Barockorchester der Universität Innsbruck, Leitung: Georg Weiss

Sonntag, 20. Dezember, 17.00 Uhr
Götzner Weihnachtssingen nach altem Brauch
Chöre und Musikgruppen aus dem Mittelgebirge, Hirtenspiel, Ltg: Franz Heidegger



Vorausschau 2010:

Sonntag, 21.03., 19.00 Uhr
Passionskonzert „Stabat Mater“ von Pergolesi
Solisten, Ensemble Broken Consort auf historischen Instrumenten

Sonntag, 25.04., 19.00 Uhr 
Sonntag, 09.05., 19.00 Uhr    
Montag, 24.05., 19.00 Uhr
Tiroler Barocktage
Kammerchor Walter von der Vogelweide, Barockensemble, Ltg: W. Büchler
Vokalensemble Novocanto und die Tiroler Barockinstrumentalisten,  Solisten, Ltg: W. KostnerVorarlberger Barockorchester Stella Matutina

Sonntag, 30.05. Neururer-Fest
Veranstaltungen zum 70. Todestag des Seligen Otto Neururer Ausstellung, Festmesse, Rahmenprogramm

Sonntag, 11., 18., 25.07., 01., 08., 15., 22., 29.08., - 20.00 Uhr
S
ommerkonzerte „G’sungen und g’spielt zur Höheren Ehr“, sakrale Volksmusik mit Chören, Musikgruppen und Ensembles aus Nord-und Südtirol und Bayern

Sonntag, 26.09. (od. 03.10.), 19 Uhr
Herbstkonzert
Für Solisten, Chor und Orchester

Mittwoch, 08.12., 17 Uhr
Mensch Maria
Solisten, Cappella Vocalis, Cappella Dona Pacem, Ltg: J. Mayer

Sonntag, 19.12., 17 Uhr
Adventkonzert
Götzner Weihnachtssingen nach altem Brauch mit Chören und Musikgruppen vom westlichen Mittelgebirge
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