
Bereits zum dritten Mal konnte Cine Tirol zahlreiche VertreterInnen der Tiroler Tourismuswirtschaft zu einer Fachveranstaltung zum Thema "Filmtourismus" einladen.
35 VertreterInnen der Tiroler Tourismuswirtschaft folgten der Einladung von Cine Tirol, im Rahmen einer Fachveranstaltung mehr über die touristische Verwertungsmöglichkeit von Film- und TV-Produktionen zu erfahren. Immerhin bestätigt eine britische Studie die Wirkung von bewegten Bildern auf Urlaubsentscheidungen auf eindrucksvolle Weise: 27% der Befragten gaben an, sich bei ihren eigenen Urlaubsplanungen von Filmen inspirieren zu lassen - für diese Reisen auf den Spuren von Filmproduktionen gibt es mittlerweile einen speziellen Begriff „set jetting“!
Drei hochkarätige Referenten beleuchteten dieses touristische Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven:
Peter Roth beschäftigte sich intensiv mit dem Nachweis des Einflusses von Film und Fernsehen auf das touristische Entscheidungsverhalten – durch eigene Erfahrungen in Europa und den USA sowie durch gezielte Befragung und entsprechende Literaturauswertung. Die Ergebnisse sind mehr als beeindruckend: Der Film „Da Vinci Code“ beispielsweise brachte mehr als eine Million zusätzliche Besucher in den Louvre in Paris beziehungsweise über 700.000 zusätzliche Besucher zur Rosslyn Chapel in Schottland – dies entspricht einer Verdoppelung der Besucherzahl! Auch wenn Peter Roth nachweist, dass Film und Fernsehen keine primären Motivatoren sind, spezifische Destinationen zu besuchen, kommt er zum Schluss, dass der Einfluss dieser Medien auf ein bestimmtes Reisevolumen zwischen 10% und 20% liegt – und damit mehr als dreimal so hoch ist wie der Einfluss klassischer Anzeigenwerbung.
Susi Knight bezeichnete in ihrem Referat die Trilogie “Der Herr der Ringe” als neunstündigen Werbefilm für Neuseeland – durch frühzeitige und geschickte Zusammenarbeit zwischen den touristischen Organisationen vor Ort und der Produktionsfirma konnte diese Chance optimal genützt werden: das New Zealand Tourism Board konnte sich über ein Nächtigungsplus von 20% freuen! Susi Knigt macht zwei Erkenntnisse für diesen beeindruckenden Erfolg filmtouristischer Verwertung verantwortlich: einerseits ist die Landschaft Neuseelands „der Star“ dieser dreiteiligen Filmproduktion, andererseits schafft die angebotene „Herr der Ringe Tour“ eine besondere Möglichkeit für alle Fans der „Mittelerde“, im Kreis Gleichgesinnter ein außergewöhnliches Gemeinschaftserlebnis zu erfahren.
Stefan Rösch verglich die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Untersuchungen anhand von drei Fallbeispielen – „Star Wars“ in Tunesien, „Der Herr der Ringe“ in Neuseeland und „The Sound of Music“ in Österreich. Durch die Begleitung der „Drehorttouristen“ auf organisierten Touren konnte er sie „on location“ filmen und befragen – mit bemerkenswerten Erfahrungen: der Besuch von Drehorten kann ein äußerst emotionales Erlebnis darstellen, das oftmals weit über bloßes Besichtigen einer Sehenswürdigkeit hinausgeht – Stefan Rösch dokumentierte dieses Verhalten am Drehort, das von stiller Andacht bis zu extremen Gefühlsausbrüchen reichte. Seine Forschungsergebnisse zeigten jedoch auch auf, dass Drehorttouristen in der Regel nicht damit zufrieden sind, die ungefähre Lage der einzelnen Drehorte mitgeteilt zu bekommen. Vielmehr liegt das Geheimnis eines optimal vermarkteten Drehortes darin, die genauen Positionen dieser Örtlichkeiten zu vermitteln, zweckdienliche Wegweiser und Tafeln aufzustellen beziehungsweise umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung zu stellen. Die professionelle touristische Vermarktung von Filmproduktionen kann durchaus nachhaltig sein; allerdings nur, wenn die emotionale Komponente des Produkts ausreichend bedient wird.
„Filmtourismus ist ein faszinierendes Segment der internationalen Reiseindustrie, das immer mehr Aufmerksamkeit erfährt und an Bedeutung gewinnt – auch in unserem Land. Die zahlreichen Filmproduktionen, die durch Cine Tirol unterstützt und gefördert in Tirol gedreht werden, schaffen die besten Voraussetzungen für die professionelle Umsetzung ihrer touristischen Verwertung – wir freuen uns über erste entsprechende Pilotprojekte in Tirol wie die Ausstellung „Das Filmatelier am See“ in Thiersee, die „Cine Tirol Movie Map“, die Ausarbeitung eines Konzeptes für die „Filmtour Osttirol“ sowie die erfolgeichen Premierenveranstaltungen im Rahmen der Erstauffühung von Filmprojekten in den Regionen, die in enger Zusammenarbeit zwischen Cine Tirol und den regionalen Tourismusverbänden organisiert werden. Cine Tirol will auch hinkünftig konstruktive Beiträge für die erfolgreiche Verknüpfung zwischen Filmproduktionen „made in Tirol“ und der heimischen Tourismuswirtschaft leisten, weil darin eine große Chance mit vielfältigen Effekten für unser Land liegt“, sagte Cine Tirol Leiter Johannes Köck.
Drei hochkarätige Referenten beleuchteten dieses touristische Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven:
Peter Roth beschäftigte sich intensiv mit dem Nachweis des Einflusses von Film und Fernsehen auf das touristische Entscheidungsverhalten – durch eigene Erfahrungen in Europa und den USA sowie durch gezielte Befragung und entsprechende Literaturauswertung. Die Ergebnisse sind mehr als beeindruckend: Der Film „Da Vinci Code“ beispielsweise brachte mehr als eine Million zusätzliche Besucher in den Louvre in Paris beziehungsweise über 700.000 zusätzliche Besucher zur Rosslyn Chapel in Schottland – dies entspricht einer Verdoppelung der Besucherzahl! Auch wenn Peter Roth nachweist, dass Film und Fernsehen keine primären Motivatoren sind, spezifische Destinationen zu besuchen, kommt er zum Schluss, dass der Einfluss dieser Medien auf ein bestimmtes Reisevolumen zwischen 10% und 20% liegt – und damit mehr als dreimal so hoch ist wie der Einfluss klassischer Anzeigenwerbung.
Susi Knight bezeichnete in ihrem Referat die Trilogie “Der Herr der Ringe” als neunstündigen Werbefilm für Neuseeland – durch frühzeitige und geschickte Zusammenarbeit zwischen den touristischen Organisationen vor Ort und der Produktionsfirma konnte diese Chance optimal genützt werden: das New Zealand Tourism Board konnte sich über ein Nächtigungsplus von 20% freuen! Susi Knigt macht zwei Erkenntnisse für diesen beeindruckenden Erfolg filmtouristischer Verwertung verantwortlich: einerseits ist die Landschaft Neuseelands „der Star“ dieser dreiteiligen Filmproduktion, andererseits schafft die angebotene „Herr der Ringe Tour“ eine besondere Möglichkeit für alle Fans der „Mittelerde“, im Kreis Gleichgesinnter ein außergewöhnliches Gemeinschaftserlebnis zu erfahren.
Stefan Rösch verglich die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Untersuchungen anhand von drei Fallbeispielen – „Star Wars“ in Tunesien, „Der Herr der Ringe“ in Neuseeland und „The Sound of Music“ in Österreich. Durch die Begleitung der „Drehorttouristen“ auf organisierten Touren konnte er sie „on location“ filmen und befragen – mit bemerkenswerten Erfahrungen: der Besuch von Drehorten kann ein äußerst emotionales Erlebnis darstellen, das oftmals weit über bloßes Besichtigen einer Sehenswürdigkeit hinausgeht – Stefan Rösch dokumentierte dieses Verhalten am Drehort, das von stiller Andacht bis zu extremen Gefühlsausbrüchen reichte. Seine Forschungsergebnisse zeigten jedoch auch auf, dass Drehorttouristen in der Regel nicht damit zufrieden sind, die ungefähre Lage der einzelnen Drehorte mitgeteilt zu bekommen. Vielmehr liegt das Geheimnis eines optimal vermarkteten Drehortes darin, die genauen Positionen dieser Örtlichkeiten zu vermitteln, zweckdienliche Wegweiser und Tafeln aufzustellen beziehungsweise umfangreiches Informationsmaterial zur Verfügung zu stellen. Die professionelle touristische Vermarktung von Filmproduktionen kann durchaus nachhaltig sein; allerdings nur, wenn die emotionale Komponente des Produkts ausreichend bedient wird.
„Filmtourismus ist ein faszinierendes Segment der internationalen Reiseindustrie, das immer mehr Aufmerksamkeit erfährt und an Bedeutung gewinnt – auch in unserem Land. Die zahlreichen Filmproduktionen, die durch Cine Tirol unterstützt und gefördert in Tirol gedreht werden, schaffen die besten Voraussetzungen für die professionelle Umsetzung ihrer touristischen Verwertung – wir freuen uns über erste entsprechende Pilotprojekte in Tirol wie die Ausstellung „Das Filmatelier am See“ in Thiersee, die „Cine Tirol Movie Map“, die Ausarbeitung eines Konzeptes für die „Filmtour Osttirol“ sowie die erfolgeichen Premierenveranstaltungen im Rahmen der Erstauffühung von Filmprojekten in den Regionen, die in enger Zusammenarbeit zwischen Cine Tirol und den regionalen Tourismusverbänden organisiert werden. Cine Tirol will auch hinkünftig konstruktive Beiträge für die erfolgreiche Verknüpfung zwischen Filmproduktionen „made in Tirol“ und der heimischen Tourismuswirtschaft leisten, weil darin eine große Chance mit vielfältigen Effekten für unser Land liegt“, sagte Cine Tirol Leiter Johannes Köck.
Cine Tirol
c/o Tirol Tourist Board
Maria-Theresien-Str. 55
A-6010 Innsbruck
Austria
Tel: +43.512.5320.182
Fax: +43.512.5320.140
cinetirol@tirolwerbung.at
www.cinetirol.com
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